Eva-Maria Admiral und Eric Wehrlin
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DAS EVANGELIUM
EINFACH SPANNEND WIE EIN KRIMI

Dillenburg. Ebenso eindringlich wie eindrucksvoll hat der Schweizer Schauspieler Eric Wehrlin am Wochenende zwei Mal das Markus-Evangelium auf die Bühne der Dillenburger Stadthalle gebracht.  Wehrlin liess mit ungewöhnlicher Ausdruckskraft den uralten biblischen Text lebendig werden, ohne dabei anderer Requisiten als einer weißen Parkbank zu bedürfen, die einsam in der Mitte der Bühne stand.

 Allein mit seiner Stimme, seinen Gesichtszügen und den Bewegungen seines Körpers schuf Wehrlin eine Atmosphäre der Spannung bei den Zuschauern, die die Geschichte von Jesu Wundertaten, seiner Kreuzigung und der Auferstehung über fast zwei Stunden hinweg fast atemlos verfolgten. Der Mime schlüpfte in die Rollen der handelnden Personen, war Erzähler, Christus-Darsteller, Pharisäer, Jünger und Hilfesuchender zugleich.

Neben der schauspielerischen Glanzleistung zeigten sich die Zuschauer vor allem erstaunt über das Ausnahmegedächtnis des heute in Österreich lebenden christlichen Schauspielers.

Ohne jede Unsicherheit stellte er das Evangelium mit all seiner Aktualität in die Tradition des modernen Theaters. Lebendig und spannend wie ein guter Krimi – auch so lässt sich die „Frohe Botschaft“ im 21. Jahrhundert erfahren

 

6 000 lauschen dem Markus-Evangelium
Schauspieler Eric Wehrlin inszeniert die Heilige Schrift (dg)

Einen hohen Anspruch hat sich der Schweizer Schauspieler – gemeinsam mit Eva-Maria Admiral als Regisseurin – auferlegt: In einer „schlichten und unfrommen Form“ will Eric Wehrlin den ältesten Bericht über Leben und Wirken des Gottessohns so auf die Bühne bringen, dass ein „unbefangener und zeitgemäßer Zugang“ auch für Kirchenferne möglich ist. 

Wehrlin ist ein Meister von schnellen emotionalen Übergängen: Manchmal ist Wehrlin in der Rolle als Erzähler scheinbar neutral aktiv, im selben Augenblick treten völlig andere, veränderte Figuren in neuem Licht in den Vordergrund. Der gewählte Übersetzungsmix im heutigen Deutsch lassen das Markus-Evangelium auch dem Kirchenfernen in einen neuen Licht erkennen. Solche Szenen zeigen, wie spannend Bibel sein kann.
 

Erzählerisches Können schlug in Bann        

Eric Wehrlin faszinierte über 500 Besucher im Bürgerhaus mit seiner Bibel-Darstellung....

Für die über 500 Besucher bildete der Theaterabend unter Regie von Eva-Maria Admiral und Eric Wehrlin eine völlig neue Begegnung mit den Worten des Evangelisten Markus, der Jesu Wundertaten, seine Kreuzigung und Auferstehung sowie seine zahlreichen Begegnungen mit den Menschen beschreibt. Wehrlin benötigte dafür weder irgendwelche Requisiten, die an die Zeiten Jesu erinnerten, noch typische Kleider aus der damaligen Zeit oder irgendwelchen technischen Schnickschnack. Seine Aufführung lebte von seinem erzählerischen und pantomimischen Können, aber vor allem auch von seiner Körpersprache. Am Text, komplett auswendig vorgetragen, hat Wehrlin kaum gefeilt. Gänzlich verzichtete er auf Kommentierungen oder Auslegungen des Bibeltextes. Er orientierte sich am Original und machte gerade damit vor allem eines deutlich: Die Bibel hat an Aktualität nicht verloren, die Botschaft Gottes gilt für die Menschen damals wie heute. Eric Wehrlin liest nicht aus dem Neuen Testament und er spielt auch nicht nur Theater; er lebt die Botschaft, er schlüpft in die Personen hinein und gibt ihnen ein Gesicht.

Von einer Sekunde zur anderen wechselte Wehrlin den Charakter, mimte mal den Wunderheiler Jesus, mal die aufgeregte Jüngerschar, mal den fassungslosen Taubstummen, der wieder hören konnte, oder die gebückt tappende alte Frau, die ihren letzten Groschen gab.

Wehrlin gelang es mit gezieltem Einsatz von Mimik und Gestik und durch seine Stimme unglaubliche Spannung im Saal aufzubauen. Der Enthusiasmus, mit dem er die heilige Schrift lebendig werden ließ und den Besuchern einen neuen Zugang zum Glauben eröffnete, war ansteckend.

Die Begeisterung des Publikums kannte am Freitagabend keine Grenzen. Schier endlos war der Beifall, der in stehenden Ovationen für Eric Wehrlin endete. Ihm ist es gelungen, ansprechende Wege für die Vermittlung der Botschaft Jesus zu finden und in der heutigen Zeit Jung wie Alt gleichermaßen anzusprechen.  Es war ein unvergesslicher Abend, der unter die Haut ging und Lust machte, mal wieder nach der Bibel zu greifen.       

Badische Neueste Nachrichten,  Judith Feuerer

 

Solo für ein Evangelium

Schauspiel von Eric Wehrlin wie es im Buche steht.

,,Ich bin beeindruckt", sagte eine Besucherin in der Pause. Andere: ,,Das muss man mal überdenken." Und wir sagen: Vielleicht ein wenig zu theatra­lisch, aber durchaus ehrlich nachempfunden das zweite und älteste Evangelium im Neuen Testament. ...

GERHARD HELLWI    Südkurier Konstanz

 

„Wer Ohren hat zu hören, höre gut zu“
„Markus Evangelium“ aus der Heiligen Schrift als Solo-Theaterprogramm mit Eric Wehrlin im Kursaal in Überlingen

...In der geballten Dynamik des Schauspielers beseelt er im verlauf des behandelten Evangeliums den blinden Mann, den Jesus sehend macht, schlüpft in die Rolle der armen alten Witwe, deren Scherflein im Opferkasten mehr wert ist als das Gold des reichen Pharisäers. Er imaginiert die aufgebrachte Menschenmenge, die er nahezu tonlos kreischen lässt „ans Kreuz mit ihm!“

 ...Beeindruckend in Szene gesetzt sind die Kreuzigungs- und Auferstehungsgeschichten. „Wer glaubt, der wird errettet werden“, lautet die abschließende Botschaft. Es wird dunkel im Zuschauerraum und auf der Bühne. Vor dem langanhaltenden Applaus des Publikums spielt die Querflöte aus dem Hintergrund eine zerissene Melodie....

SÜDKURIER

Eineinhalb Stunden "Jesus live"
Epischer Auftakt im Eselsburger Himmelszelt: Eric Wehrlin spielt das Markus-Evangelium

Wehrlin interpretiere die Ereignisse, die in der Bibel dargestellt werden. So schilderte er diesen Pilatus, der Christus kreuzigen ließ, als nagelfeilenden Gelangweilten, der sich die Entscheidung, Christus zu kreuzigen, leicht machte und seine Hände in Unschuld wusch. Die dramatischen Ereignisse kurz vor der Kreuzigung könnten bei Pilatus jedoch eine andere Stimmung vermuten lassen.

Durch sein Spiel hat Wehrlin auf jeden Fall erreicht, daß die Geschichte als solche in den Köpfen der Zuhörer hängen blieb. Die Aufmerksamkeit riß trotz des doch recht langen Stückes in keiner Phase ab. Hierin zeigte sich das schauspielerische Talent und die professionelle Theaterarbeit, die Wehrlin im "Himmelszelt" präsentierte.

Bettina Augustin Heidenheimer Zeitung

 

Zwischen Pathos und Beiläufigkeit

...seine Interpretation animierte das Publikum zum Nachdenken, vielleicht zu mancher Relativierung. Dieses "Programm für Seele und Geist" zeigte den enormen Anspruch der christlichen Lehre, zeigte, daß Glaube nie eine Sache von Gewißheiten ist, sondern bloß aus einem unablässigen Hinterfragen erwachsen kann.

Stephan FIangleiter  (Heidelberger Zeitung)

Tief beeindruckender Theaterabend in Freudenstadt im Ringhof
Eric Wehrlin spielte das Markus-Evangelium

Gebannte Spannung und Faszination lag auf jedem Gesicht der vielen Zuschauer im Ringhof Freudenstadt, bei der hervorragenden Theaterproduktion des begabten  Schweizer Schauspielers Eric Wehrlin. ...

Eric Wehrlin spielte das Markus-Evangelium im Ringhof Freudenstadt und faszinierte mit seiner großartigen Kunst in Körpersprache und Rezitation eineinhalb Stunden ein begeistertes Publikum.

Bärbel Kalmbach

Wer Ohren hat zu hören

Solostück – Eric Wehrlin haucht dem alten Text des Markusevangeliums neues Leben ein...

Der mit seiner Frau in Salzburg lebende Wehrlin schafft den Drahtseilakt zwischen Erzählung und Darstellung. Dem klaren, verständlichen Text, der aus verschiedenen Übersetzungen zusammengestellt ist, hat er nichts hinzugefügt. Kürzungen hat er sich erlaubt, auf jegliche  Kommentare hat er verzichtet. Die Interpretation besteht allein aus seinem Spiel. Und das hat manchem Zuschauer sicherlich eine ganz neue Perspektive auf den alten Text eröffnet. (rek)

Mal lässig auf der Bank, mal aufgebracht gestikulierend stellt Eric Wehrlin in seinem Ein-Mann-Stück das Markusevangelium dar. Foto: rek

Rebecca Keller

 

 

"als gehörte eines zum anderen - das Evangelium nach Markus"

Schauspiel in höchster Vollendung ist im Kleinen Haus zu sehen. Der Schweizer Schauspieler Eric Wehrlin zeigte sein neues Soloprogramm.
Ein ungewöhnliches Thema hat sich Eric Wehrlin mit diesem Theaterprogramm gestellt: Die Geschichte von Jesus von Nazareth, genauso wie sie in der Bibel, im Neuen Testament nachzulesen ist. Sicher nicht das, was man von einem Schauspieler erwartet, aber ein gelungenes Experiment.

Eric Wehrlin versteht es, die Darstellungskraft des Schauspieles voll auszuschöpfen. Er begnügt sich nicht damit, diesen Text vorzutragen. Er schöpft die Möglichkeiten des Schauspieles voll aus, es wird zum Spiel mit der menschlichen Vorstellungskraft. Er macht Theater zu einer neuen, verständlichen Sprache, mit deren Hilfe er sogar einen biblischen Text erzählen kann.

Uwe Jens

Das Markus-Evangelium jenseits von Kirche und Religionsunterricht

Eric Wehrlin spielt im KELLERTHEATER OBERASSE "Als gehörte eines zum anderen"
Er muß, wie er selbst sagte, hinter der Idee der von ihm verkörperten Rollen stehen können. Kompromißlos. Man glaubt es ihm ohne weiteres, weil man nicht darum herum kommt, es zu spüren.

Ob er nun in diesem hundert Minuten-Monolog die Ängste, Zweifel, Hoffnungen und Wandlungen der zwölf Jünger ausdrückt, oder ob er als Jesus poetisch und zugleich lebensnah spricht, da schlüpft nicht einfach ein Schauspieler in verschiedene Rollen. Eric Wehrlin lebt seine Gestalten. Als Bühnenbild genügt eine alte Holzbank, keine Kostüme, keine Theaterschminke, ein armes Theater. Vielleicht gerade deshalb überträgt sich die Phantasie des Darstellers in Köpfe und Herzen der Zuseher. Ohne jede Effekthascherei läßt Eric Wehrlin seine Zuschauer teilhaben am Reichtum, der von ihm tief empfundenen Darstellung. Er öffnet dem Zuhörer ganz neue Perspektiven in der Erzählkunst, bringt ihn gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken.

An diesem Abend ließ ein Schauspieler nicht nur Jesus von Nazareth zu neuem Leben auferstehen, sondern auch ein altbekannter Text aus dem neuen Testament. Der überzeugende Monolog vermochte viel Verständnis für biblischen Figuren zu wecken.

D.W.

Eine hervorragende Schauspiel-Predigt

Eric Wehrlin verstand es mit einfachsten Mitteln, seinem lebhaften Mimenspiel und diesem tiefsinnigen Text das Publikum zu fesseln, ja einen ganz neuen Zugang zu diesem Abschnitt aus dem Neuen Testament zu schaffen. Wir alle durften ein unvergeßliches Erlebnis nach Hause nehmen.

 

 

IDEA SPEKTRUM
Eric Wehrlin spielte das Markusevangelium in der Schweiz auf der Theaterbühne

Ein Mann, eine Bühne, eine Parkbank, ein paar Scheinwerfer.. das ist alles. Anderthalb Stunden lang rezitiert der Schauspieler Eric Wehrlin ein Stück Weltliteratur: Die Gute Nachricht nach Markus. Und das Publikum hängt an seinen Lippen.

Er beginnt einfach zu erzählen, als wenn er selbst dabei gewesen wäre, als erinnerte er sich an diese und jene Geschichte mit Jesus. Dabei legen sich die jeweiligen Stimmungen der biblischen Ereignisse auf sein Gesicht, auf die Modulation der Stimme, auf die Bewegungen des Körpers.

Zwei Jahre lernte Eric Wehrlin täglich zwei bis drei Stunden am Text. Seine Frau, die am Burgtheater in Wien bekannte Schauspielerin Eva-Maria Admiral, half ihm, das Stück mit einfachsten Mitteln auf die Bühne zu bringen. Kein Bühnenbild, keine Kostüme – Wehrlin tritt mit schwarzem Shirt und dunklen Jeans bekleidet auf. 

Das Stück kommt ohne Predigt, ohne Kommentar, Appell oder frommen Rahmen aus. Wehrlin hat es als Weltliteratur, als Kunst aufbereitet, und es ist doch zentrale Rede Gottes an den Menschen – eben das Evangelium. Gerade deshalb eignet es sich als evangelistisches Mittel. In einen sensiblen Rahmen gefügt, passt es ebenso in die Kirche wie ins Kleintheater. Es wäre dem Stück und dem Künstler zu wünschen, dass es noch mehr gespielt wird.  

 

 

Eric Wehrlin im Hamelner Stadttheater

„Nur für eines trug er Sorge, nichts wegzulassen und in seinem
Bericht keine Unwahrheiten zu sagen...“ Der Historiker Papias schrieb diesen Satz 130 n. Chr. über Johannes Markus. In seiner Zeit war der genannte Johannes mit dem Beinamen Markus ein hochmoderner Schriftsteller, der mit seinem „Evangelium“ Maßstäbe setzte und ein Werk schuf, das in seiner Formulierung bis heute übertragen wurde.
Es wird nicht nur gelesen, es wird auch gespielt. Im Hamelner Theater lud die
Landeskirchliche Gemeinschaft Hameln zu einem Theaterstück ein, das in seiner
Gesamtheit anders ist als vieles, was sonst auf Bühnen dargestellt wird. Der
Donnerstagabend war geprägt von einer starken Geschichte, die Eric Wehrlin in
facettenreichem Schauspiel an das Publikum weitergab: das Leben und Sterben
des Jesus. Der in Wien lebende Schauspieler Wehrlin agiert und erzählt, als
wäre er bei den Geschehnissen dabei gewesen. Seine Ausdrucksmittel sind die
Sprache und sein Körper, seine Requisiten eine alte Parkbank und eine
Schachtel Streichhölzer. Er schlüpft in die Rolle des Jesus, der Jünger, des
Pilatus und all der anderen Menschen, die sich um den Sohn Gottes gescharrt
hatten. Eric Wehrlin verzichtet in dem Stück, bei dem seine Ehefrau Eva-Maria
Admiral Regie führte, auf sämtliche Kommentare und Auslegungen. Der Dialog
ist ihm wichtig, und den übernimmt er akkurat aus dem Evangelium nach Markus.
„Als gehörte eines zum anderen“ ist ein anderer Zugang zu: Wie alles anfing
mit diesem Jesus aus Nazareth. Der Inhalt des Stückes lässt viel Raum zum
Nachdenken und Nachfühlen.

© Dewezet

 

 

Bieler Tagblatt  Theaterabend
Markus, oder: Wie alles anfing

Ein verstaubtes Buch, ohne Bedeutung für die Gegenwart? Mitnichten! Der Schauspieler Eric Wehrlin erweckte das Markusevangelium zum Leben, indem er es einfach nur rezitierte.

Die Reaktionen der Zuschauer zeige ihm, «dass Menschen in unserer Reizüberflutung sich sehr wohl fühlen, wenn Kunst wieder einfach, bescheiden und echt ist», sagt Eric Wehrlin.
Und echt ist seine Kunst. Ohne Nebelmaschine und Schminke vertraut er allein auf die Wirkung der Bibelworte. Darum will er das Mittel der Kunst einsetzen, um «Weltliteratur unter die Leute zu bringen.» Denn Kunst, davon ist Wehrlin überzeugt, ist der Schlüssel zum Herzen der Menschen.

Bieler Tagblatt  

 

 

Markus-Evangelium  verkündet
Der Schweizer Schauspieler Eric Wehrlin  tritt in der Stadtkirche auf

Wehrlin beeindruckt, neben seinem schauspielerischen Talent, durch seine Ausdruckskraft, seine klare und gut verständliche Sprache, mit der er das Evangelium auf der Bühne verkündet. Dass der Theaterabend in der Kirche stattfand, störte überhaupt nicht.

Schwarzwalder Bote Von Marzell Steinmetz 

 

 

 

 


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Überzeugende Körpersprache
Ein-Mann-Theater: „Jesus live“ mit Eric Wehrlin

Eine Parkbank war einziges Requisit der Ein-Mann-Theaterproduktion „Jesus live – als gehörte eines zum anderen“ im Stieghorster Immanuel-Gemeindezentrum. Der Schweizer Schauspieler Eric Wehrlin zeigte die Geschichte Jesu in der Bühnenversion des Markus-Evangeliums vor rund400 Zuschauern. 
So, als ob sie gerade geschehen wären, präsentierte Eric Wehrlin die Ereignisse um und mit Jesus, wie sie im Markus-Evangelium vermittelt werden. Von der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer bis zu zahlreichen Heilungen, die der Sohn Gottes an Kranken vollbrachte, brachte Eric Wehrlin den Bibeltext zu Gehör.

Besonders zu Beginn seiner Mission stieß Jesus oft auf Furcht vor seinen Heilungskräften. Es gelang ihm aber, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, bis er am Schluss bei jedem seiner Besuche von Kranken, die auf Heilung hofften, geradezu umringt wurde. Unterstützt durch überzeugende Körpersprache, Mimik und feine Nuancen in der Stimme ermöglichte der Schauspieler ein hautnahes Erleben dieser Ereignisse aus der heiligen Schrift und erntete dafür beigeisterten Applaus aus dem Publikum. Ganz allein schlüpfte er abwechselnd in die Rollen der Jünger Jesu, des König Herodes oder stellte Jesus selbst dar, der – motiviert von der innigen Verbindung zu Gott – seine Mission auf Erden erfüllte. Schnelle, emotionale und eindrucksvolle Parts lösten sich dabei harmonisch ab mit stillen, nachdenklichen Situationen, die aber dennoch auf jegliche Kommentare oder Auslegungen des Bibeltextes verzichteten. Eher die Zuschauer wurden dadurch zur Reflexion und zum Nachdenken über das Gebotene angeregt.

Ergänzt wurden die einzelnen Szenen der Geschichte Jesu durch musikalische Pausen, die von den drei Gemeindemusikern Paul Martens, Vitaly und Alexander Frank mit Gitarre, Bass und Percussion mit stimmungsvollen Instrumentalstücken gefüllt wurden.

Bielefeld-Stieghorst (Neue Westfälische)

 

Eric Wehrlin spielt Markus...

Horgen: Zum Jahr der Bibel – Eric Wehrlin spielt das Markusevangelium
In dieser Theaterproduktion spielt ein einziger Schauspieler die Ereignisse um und mit Jesus. Eric Wehrlin tritt am kommenden Mittwoch damit in der katholischen Kirche auf.

Als wärs ein Stück von ihm, so tritt Eric Wehrlin, schwarz vor lakonisch schwarzem Hintergrund, vor sein Publikum und erzählt, rezitiert, mimt und spielt sozusagen in Echtheit keine schwarze Komödie, sondern- das Evangelium nach Markus, Welttheater also im eigentlichen und besten Sinne des Wortes. Die Frohbotschaft wird zum Drama, die göttliche Tragödie zur Commedia dell`Arte mit durchaus ironischen Unter- und Zwischentönen. So etwa, wenn den Jüngern vor Freude oder Verblüffung über die Erscheinung des Auferstandenen der Bissen nachgerade im Hals stecken bleibt.

Jesus wandelt sich
Nicht pietistisch, sondern als vielsagend stummes Gespräch zwischen Schauspieler und Publikum präsentiert sich die gut anderthalbstündige Inszenierung unter der Regie von Burgtheaterschauspielerin Eva-Maria Admiral, mit der Eric wehrlin verheiratet ist.

Jesus, an dessen Verstand selbst seine engsten Verwandten zu zweifeln Anlass fanden, verwandelt sich in einen von ihm geheilten Geistesgestörten, dessen Schrei sich in stumme, umso lauter zum Himmel schreiende Hilflosigkeit flüchtet, schlüpft in die Rolle des blinden Bartimäus so behände wie in die Haut Johannes des Täufers. Die Textdarbietung wirkt so zeitgemäss – oder avantgardistisch - , dass sich mancher schwer tun mag, sie literaturhistorisch einzuordnen. Aber – Bert Brecht lässt grüßen: „Sie werden lachen: die Bibel!“

Bibel „pur“ und ungeschminkt
Also Bibel ohne „Moral“, ohne Predigt, ohne Kommentar, Fussnoten und dergleichen – allen Exegeten zum Trotz: „Bibel pur“, ungeschminkt, schlank und gerade so ansprechend und anspruchsvoll – Gottesrede im Kleinkunstformat. Im Rahmen der Veranstaltungen zum Jahr der Bibel wird sie Eric Wehrlin auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Horgen in der katholischen Kirche St. Josef, Horgen, darbieten.

 

Parkbank als Bühne für Evangelium

Kultur: Eric Wehrlin präsentiert den ältesten Bericht über Leben und Wirken Jesu als erfrischendes Soloprogramm 
BAD KÖNIG. Ein Mann in schwarzer Jeans und blauem Hemd im Scheinwerferlicht, eine weiße Bank im Herbstlaub vor dem Altar. Und rund 100 Besucher, die mit Augen und Ohren neunzig Minuten lang gebannt dem Schweizer Mimen Eric Wehrlin folgen, als er am Dienstagabend in der Schlosskirche von Bad König in einem bemerkenswerten Soloprogramm das Markus-Evangelium präsentiert.

Die alte Parkbank reicht Wehrlin aus, um die verschiedenen Personen im historischen Kontext erscheinen zu lassen: Mal nutzt er sie als Boot, mal steht er auf ihr, um den Blick über den imaginären See Genezareth schweifen zu lassen. Sie dient ihm aber auch als Thron für König Herodes, als Richterstuhl des Pilatus sowie als Grab.

Die Aufführung des 45 Jahre alten Schauspielers lebt von seinem erzählerischen und pantomimischen Können, aber vor allem auch von seiner Körpersprache. Von einer Sekunde zur anderen wechselt Wehrlin den Charakter, mimt mal den Wunderheiler Jesus, mal die aufgeregte Jüngerschar, mal den fassungslosen Taubstummen, der wieder hören kann, den Wahnsinnigen, die gebückt tappende alte Frau, die ihren letzten Groschen gibt, oder Pilatus, der seine Hände in Unschuld wäscht.

Dabei hält sich der in Salzburg lebende Künstler fast wortgetreu an den Text des Neuen Testaments, den er zwei Jahre lang auswendig lernte. Seine Frau, die am renommierten Burgtheater in Wien bekannte Schauspielerin Eva-Maria Admiral, half bei der Regie des Programms, das er an die zwanzig Mal im Jahr in Deutschland aufführt.

Die von den Szenen gefesselten Zuschauer entspannten sich bei zeitgenössischen Musikstücken von Francis Poulenc, die Kantorin Beate Ihrig passend zu den Texten ausgewählt hatte und zu Beginn auf dem Klavier, nach der Pause auf der Orgel vortrug. Die Überleitung von einem zum anderen Schauplatz der Bibel gelang ihr auch zur Freude des Schweizer Solodarstellers hervorragend – wollte Wehrlin sie doch am liebsten mit auf die Bühnen nehmen, wo er ansonsten für szenische Übergänge auf Tonträger zurückgreift. Die Ankündigung der Kantorin, Eric Wehrlin werde „in erfrischender Form den ältesten Bericht über Leben und Wirken von Jesus so inszenieren, dass auch für Kirchenferne ein unbefangener Zugang zu einem Kunstwerk möglich ist, das wie kein anderes die gesamte Kunstwelt und Kultur beeinflusst hat“, sollte sich erfüllen: Das begeisterte Publikum dankte mit anhaltendem Applaus für einen beeindruckenden Theaterabend und folgt der Bitte um eine „Scheinwerfer“-Kollekte, war doch – wie bei allen Veranstaltungen in der evangelischen Kirche– der Eintritt frei. 

Elfriede Lorenz

 

 

 


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Spannende Bibel
Der Schauspieler Eric Wehrlin stellt vermittelt das Evangelium nach Markus als Theaterstück.


                                                             
Ein weißer Stuhl und ein paar Streichhölzer – das sind die einzigen Requisiten, die der Schauspieler Eric Wehrlin bei der Darbietung des Markusevangeliums benötigt. Foto: Stefan Pichler
HÖCHENSCHWAND. Ein weißer Stuhl und ein paar Streichhölzer – das sind die einzigen Requisiten, die der Schauspieler Eric Wehrlin benötigte, um den Zuhörern in der evangelischen Johanneskirche eindrucksvoll die Theaterversion des Markusevangeliums nahe zu bringen. Der Schweizer trat in Jeans und Freizeithemd vor das Publikum, Kostüme brauchte er keine.

Als handle es sich um aktuelle Ereignisse, erzählte der Schauspieler und berichtete davon, wie Johannes der Täufer Jesus im Jordan taufte. Wehrlin erzählte von dessen zahlreichen Wundern bei der Heilung der Kranken, Blinden, Taubstummen und Gelähmten bis zu seinen letzten Tagen in JerusaleIm, seinem Leiden und Sterben am Kreuz und der Auferstehung und Auffahrt in den Himmel. In dem rund 90 Minuten langen Spiel gelang es Eric Wehrlin allein durch seine Mimik, den nuancierten Einsatz seiner Stimme und einer überzeugenden Körpersprache die Inhalte des Markusevangeliums spannend darzustellen.

So schlüpfte er übergangslos von der Rolle des Erzählers in die der verschiedenen Figuren (Jesus; geängstigter Vater eines todkranken Kindes, der von Jesus die Heilung seines Kindes erflehte; staunende oder ungläubige Jünger, Zöllner Levi, König Herodes). Der Altarraum diente als Bühne, der weiße Stuhl als Sitzgelegenheit, Bett, Berg oder Boot, wie etwa bei der Schilderung einer stürmischen Überfahrt über das Meer, wo der schlafende Jesus die verängstigten Jünger erstaunte.
 


Überzeugend gelang dem Schauspieler die Darstellung eines gelangweilten Herodes, der aus Begeisterung und Dankbarkeit für einen Tanz der Tochter Herodias deren von der Mutter eingeflüsterten Wunsch nach Enthauptung von "Johannes dem Täufer" nachkam oder scheinbar dem "Volkswillen" entsprach, als er Jesus kreuzigen ließ.

Der stetige Wechsel zwischen emotionalen und nachdenklichen Situationen vermittelten bei den Zuschauern das Gefühl, teilzuhaben an dem historischen Geschehen. Neben der schauspielerischen Glanzleistung und seinem pantomimischen Können verblüffte Eric Wehrlin auch durch seine Kenntnis der Inhalte des Markusevangeliums. So konnte er beispielsweise in großer Geschwindigkeit die Namen der zwölf Apostel rezitierten.

Die in der Johanneskirche gezeigte Theaterfassung des Evangeliums war lebendig und sehr spannend. Die Zuschauer in der gut besuchten Kirche dankten mit lang anhaltendem Applaus.