Eva-Maria Admiral und Eric Wehrlin
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 „Die Szenen sind in diesem Soloprogramm so wunderbar herausgearbeitet, es geht unter die Haut“


„Vermeintlich verstaubter Bibeltext kann unterhaltend und humorvoll sein“


„Solche Szenen zeigen, wie spannend die Bibel sein kann...“


„Ein außergewöhnlicher Abend“

IDEA In 80 Minuten durch die Bibel
Eric Wehrlin spielt Adam & Eva, Gott & Schlange – und zwischendurch auch noch Cello.

 

Zwei Stühle, ein Koffer, ein Cello und ein fantastischer Schauspieler – mehr braucht ein tolles Theaterstück nicht. Los geht’s an diesem Samstagabend in der Freien evangelischen Gemeinde Berlin-Moabit mit der Schöpfungsgeschichte. Dann erst mal ein Ausflug zu Jesus, der Wasser in Wein verwandelt, zurück ins Paradies, wo sich der größte anzunehmende Unfall abspielt: der Sündenfall. Eric Wehrlin spielt Adam & Eva, Gott & Schlange – und die Rolle des Erzählers übernimmt er auch noch. Der begnadete Schauspieler legt den leisen Humor frei, der die Bibel durchzieht, und verschweigt doch die ernsten Stellen nicht: „Je mehr sich die Erde bevölkert, desto übler benehmen sich die Kerle.“ Er berichtet von Noah, der mit 100 Jahren noch „in der Blüte seiner Jugend“ steht. 80 Jahre lang sitzt Noah auf dem Trockenen und zimmert an seiner Arche, man hört das Gackern und Wiehern der Tiere, die Noah um sich versammelt hat. Ein Riesenkahn voller Viehzeug – und kein Wasser weit und breit. Ist Noah durchgeknallt? Dann regnet es, lang und schrecklich. „Alles, was einmal gelebt hat, ist ersoffen, selbst Rettungsschwimmer und Sporttaucher.“
Gott als Polizist – weil ihn sich viele so vorstellen
Die Klappe fällt, Licht aus, Licht an, nächste Szene. Turmbau zu Babel, Wehrlin ist Mörtelmischer und Maurer, Fliesenleger und Polier – und das mehrsprachig. Ein kurzer Schlenker in die Gegenwart, zu Euro und Drachme, Zentralbank und Währungskrise, und weiter zu Abraham, der seinem Sohn das Messer an die Kehle setzt. Nächstes Bild, 1.000 Jahre später: Gott opfert seinen Sohn. Wie kann jemand seinen Sohn opfern?, fragt Wehrlin. Dramaturgisch schlau: Dann ist erst mal Pause. An deren Ende schreitet Wehrlin in Polizeiuniform durch die Reihen und trillert die Zuschauer zurück an ihre Plätze. Gott als Polizist – so stellen sich viele den Gott des Alten Testaments vor. Wie gut, dass Wehrlin erklärt, warum das Bild falsch ist.
Zugegeben: Ich bin gegen Klamauk in der Kirche. Ich will Predigt, kein Theater. Aber bei der „Espresso-Bibel“ würde ich unbedingt eine Ausnahme machen! Gezeigt wird die Bibel im Plauderton, gepredigt wird ganz beiläufig. Nachher sind Herz, Kopf und Zwerchfell gut durchblutet. So eindringlich und wortgewandt spielt Wehrlin, dass man ihn am liebsten als großen Bruder adoptieren möchte.
„Rechnen Sie mit Leiden und Tod“
Wehrlin spielt Cello und erzählt dabei von Sprüchen und Psalmen, von Hiob und Propheten, von Zeichen und Wundern, Tod und Auferstehung. Christsein wird hier aber nicht als Wohlfühl-Veranstaltung angeboten. „Rechnen Sie mit Leiden und Tod“, warnt Wehrlin. Und wie erklärt er das rätselhafte letzte Buch der Bibel, die Offenbarung? So: „Als 3-D-Film würden Sie das wahrscheinlich nicht durchstehen.“ Dann tut Wehrlin etwas Ungewöhnliches: Der Schauspieler tritt aus seinem Stück heraus. Woran er denn selber glaube? „Es macht Sinn, Gott und Jesus zu vertrauen“, sagt Wehrlin. „Man findet in der Bibel so viel, wie man sucht.“
Schwarzbrot und Zuckerguss
Die „Espresso-Bibel“ ist wie eine Dauerwerbesendung – nur dass nicht peinlich und überflüssig ist, was hier präsentiert wird, sondern lebensnotwendig, lehrreich und unterhaltsam. Nachher will man unbedingt selbst in der Bibel nachlesen, ob wirklich alles drinsteht, was man da gerade gehört hat. Ein Theaterabend voller Weisheit und Witz, Schwarzbrot und Zuckerguss. Viel gebe es noch zu berichten, doch es fehlt an Platz. Daher, lieber Leser, bleibt Ihnen nichts anderes übrig: Sie müssen die „Espresso-Bibel“ schon selbst besuchen.
Infos zu Aufführungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz: www.eric-wehrlin.de • 0043 0 6214 7863
THEATER An einem Abend durch die ganze Bibel – geht das denn? Ja – und wie! idea-Redakteur Karsten Huhn ist begeistert vom aktuellen Stück „Die Espresso-Bibel“ von Eric Wehrlin, mit dem der Salzburger Schauspieler im Augenblick durch die Lande tourt.
Karsten Huhn IDEA SPEKTRUM  43.2011      Original PDF lesen

Göttlich: Die ganze Bibel in 80 Minuten

Das war eine rasante Spritztour….. ein Sprühregen von Worten, Witzen und Wahrheiten! 

Die ganze Bibel in 80 Minuten - geht das? Und ob! im vollbesetzten Theatersaal.... vn der Genesis bis zur Apokalypse. Eine besondere Show: Lehrreich, köstlich - Göttlich !

 

(ganze Kritik lesen)

 

 

 

 

 

Presse St. Gallen
Kommt Zeit, kommt Schaf

Am Sonntag, 22. Mai 2016, fand in der ein ganz besonderer Anlass statt: Der Schauspieler Eric Wehrlin nahm die Anwesenden mit auf eine wunderbare Reise durch das Buch der Bücher – durch die Bibel.
Wehrlin, ein Schweizer, der seit vielen Jahren in Salzburg lebt und verschiedene Theaterausbildungen, u.a. Scuola Teatro Dimitri in Verscio TI, absolviert hatte, zeigte ein tiefgründiges Soloprogramm, das immer wieder zum Schmunzeln und Lachen anregte.

Von Anbeginn fühlte sich das Publikum als Teil des Programms, begann doch die „Reise“ im Salzburger Taxi zum Bahnhof, von wo der Zug Richtung St. Gallen und weiter nach Gais fuhr. Unwahrscheinlich wie pointiert Eric Wehrlin einerseits den Taxifahrer und andererseits den Fahrgast imitierte; Mimik, Gestik und Stimmfall stimmten einfach haargenau!

Herrlich, wie die Schöpfungsgeschichte in kurzen prägnanten Worten - unterstrichen durch passende Celloklänge – dargeboten wurde. Immer wieder blitzte Wehrlins Schalk auf, beispielsweise bei der Unterscheidung von Mann und Frau: „Willst du eine Sache erklärt haben, so frage einen Mann. Willst du eine Sache erledigt haben, so frage eine Frau.“ Die biblischen Texte wurden durch den Theatermann zum Teil auch etwas ausgebaut, so etwa wenn Wehrlin beim Sündenfall Adam die folgenden Worte zu Gott Vater sprechen liess: „Das Luder, das du mir aufgeladen hast, hat mich verführt.“ Das Stück lebt immer wieder von Neuem vom Ideenreichtum und Wortwitz des Künstlers. So meinte er bei der Geburt der Kinder von Adam und Eva: „Einmal ist keinmal; deshalb nannten sie den ersten Buben Kain. Und statt Abel hätten sie lieber einen Charles oder Karl-Heinz gehabt.“ - Bei der Szene von Abraham und Isaak fragte der Junge mit messerscharfer Logik: „Du hast doch ein Messer; aber wo ist denn das Schaf?“ Darauf antwortete Abraham ganz cool: „Kommt Zeit, kommt Schaf.“
Auf diese Art brachte Eric Wehrlin dem Publikum eine biblische Szene nach der andern näher. Auf unterhaltsame Art streifte er alle Bücher des Alten und Neuen Testaments. Mit der Aussage von Jesus: „Ich bin der Weinstock – ihr seid die Flaschen“, hatte er die Lacher auf seiner Seite und meinte lakonisch: „Wer hier lacht, das sind die Bibelfesten. Denn Jesu’ Aussage lautet richtig: ‚Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.’“ Gut zuhören musste man bei all seinen Aussagen, sprach er doch einmal: „Jesus wirkte das Brotwunder und nicht etwa Jesus würgte das Brot runter.“
Als der Schauspieler beim letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, angelangt war, liess er verlauten: „Die wichtigste Offenbarung ist die Auferstehung. Und die wurde gerade den Frauen zuerst offenbart, die doch vor 2000 Jahren eigentlich gar nichts zu sagen hatten.“
Nochmals kehrte Wehrlin ins Alte Testament zurück. Da durfte die Geschichte von Jona und dem Wal natürlich nicht fehlen. Den Propheten, der im Wasser war, liess er ausrufen: „Wenn man das Wasser bis zum Hals spürt, ist es wichtig, den Kopf nicht zu senken!“ Darauf bezeugte der Schauspieler freimütig, dass jedermann in der Bibel gerade das finde, was er suche. Er brauche die Bibel, damit er wisse, woher er komme und wohin er gehe.
Am Schluss des kurzweiligen Theatermorgens kehrte Eric Wehrlin wieder zur Schöpfungsgeschichte zurück. Adam meinte tiefgründig: „An jeder Ecke ist doch ein vernünftiger Mensch zu finden“ – bis er merkte, dass die Erde rund ist. Der Schauspieler rief das Taxi und verschwand....
Wie kurz doch 80 Minuten sein können. Nur zu rasch ging dieser Comedy-Abend mit Tiefgang zu Ende.
W.S. Anzeigeblatt St.Gallen Gais  Original lesen

 

 

 

 

Lachen mit dem Buch der Bücher

Kritik lesen Neudettelsau

 

 

Quer durch die Bibel in 80 Minuten

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Zwei Stühle, ein Koffer, ein Cello und die Bibel: Eric Wehrlin präsentierte am Samstag im Rebgarten sein Programm «Die Espresso-Bibel».


20. September 2017, 05:21

In schnellen Sätzen und wortgewandt erzählt der Schauspieler mit Schweizer Wurzeln die Entstehung respektive Erschaffung des Menschen «nach einer ersten Skizze». Und nach einem Zeitsprung zum Wasser-Wein-Wunder von Jesus schildert Eric Wehrlin die Apfelbeisserszene, den ersten Sex und stellt dann die Frage nach der Schuld, die bis heute aktuell ist. Von Noah gibt er vier Tipps fürs Leben weiter, untermalt vom Cello, und geht dann weiter über das Grossprojekt des Turmbaus hin zu Abraham, der seinen Sohn töten soll. Und auch hier wieder sind seine Fragen messerscharf: «Was ist, wenn Gott gerade woanders hinschaut, zum Beispiel bei den Flüchtlingsbooten im Mittelmeer ?»

«Zu Zeiten von Mose genauso wie heute will Gott keine Gesetze und Könige, sondern Beziehungen zu Menschen.» Und nach der Pause erklärt Wehrlin in Polizeiuniform, warum und wieso dieses Gottesbild falsch ist. Er geht im Schnellzugstempo durch die biblischen Bücher, zitiert Verse und hat die Lacher stets auf seiner Seite. Gepredigt wird nur nebenbei, und vielleicht gerade deshalb glaubt man Wehrlin, wenn er sagt: «Es macht Sinn, Gott und Jesus zu vertrauen. Und wir finden in der Bibel so viel, wie wir suchen.»

Genial rennt er durch die Geschichte der Reformatoren, jenen des ersten Jahrtausends und jenen wie Luther: Dieser habe sich von Jona inspirieren lassen, seine Thesen nicht zu widerrufen. Grund genug, gleich noch die Geschichte von Jona anzuhängen – und als Zugabe jene vom Mann, der dank Esel, Hund und Affe statt 20 gegen 80 Jahre alt werden darf. Ein überwältigender Abend!

Gott baut keine Reihenhäuser

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Biltz-Bibel mit Eric Wehrlin in Füssen......

Espresso Bibel belebt

Mit dem Motto „in 80 Minuten um die Welt des
Knu?llers“ hatte der Schauspieler und Comedian
Eric Wehrlin Neugierde und Wissensdurst bei den
u?ber 200 Gästen geweckt.
Es wurde ein kurzweiliger Abend mit
vielen humoristischen Momenten, an dem aber
immer wieder die Botschaft der Bibel als vertrauenswu?rdige,
ehrliche, lebensnahe Schilderung
der Geschichte Gottes mit den Menschen dargestellt
wurde. Mit wenigen Requisiten, einem Cello
und einigen „eigentu?mlichen“ Instrumenten zauberte
Wehrlin eine spannende, knisternde und
herausfordernde Atmosphäre. Sei es die Schöpfungsgeschichte,
der Turmbau zu Babel oder das
Buch vom Propheten Jona: jedes Mal wurden interessante
Aspekte durch die schauspielerische
Kunst von Eric Wehrlin den aufmerksam lauschenden
Zuschauern vor Augen gestellt.
Von der Genesis bis zur Apokalypse wurden die Bücher der Bibel dargestellt oder zumindest erwähnt und das Auditorium dazu animiert, selbst (wieder) einmal in der Bibel zu lesen, eine MP 3-Predigt im Internet anzuhören oder einen Gottesdienst mit lebensnaher Verkündigung zu besuchen.
Sein persönliches Zeugnis, warum er als Schauspieler biblische Themen darstellt, beeindruckte die Besucher, und eine Aussage der Szene
am Sinai bei der Übergabe der Zehn Gebote wird wohl den meisten Gästen in Erinnerung bleiben: „Gott will Beziehung, aber die Menschen wollen Gesetze und Religion“.

 

 

Ganz eigene Schöpfungs-Geschichte

RadolfzellVom Affen enttäuscht, schuf Gott den Menschen, beziehungsweise den Mann, Adam. Eva, seine zukünftige Partnerin, erforderte im Schaffungsprozess dann etwas mehr Kreativität, wie Eric Wehrlin vermutet.

Die Rippe von Adam war nur der Anfang. Für dieses außergewöhnliche Geschöpf namens Eva musste beinahe alles bisher Geschaffene herhalten: Die Rundungen des Mondes, die Heiterkeit der Sonne, die Unbeständigkeit des Windes und die Redseligkeit – Wehrlin macht eine künstliche „schöpferische“ Pause – des Huhns. Die erste Pointe sitzt und das Programm „Espresso-Bibel – In 80 Minuten um die Welt des Knüllers...“ verspricht mehr davon.

 

Die Bibel sei alles andere als „kalter Kaffee“, so Eric Wehrlin. Vielmehr strotze sie vor Leben, Spannung und Kraft. Kurz und intensiv, wie bei einer Tasse Espresso, soll dem Publikum ein Einblick in die Bibel auf besondere Art gewährt werden. Und das gelingt Eric Wehrlin. Kurz, prägnant und heiter zeichnet er das alte und neue Testament nach: Von der Schöpfungsgeschichte über den „monumentalen Frachter“ Noahs bis hin zum „Unruhestifter“ Jesus, der die Menschen radikal vor den Kopf stieß, sind wenige, dennoch gute Knüller in Wehrlins Programm dabei.

 

Wie sich zeigt, erwarten allerdings weder das Publikum noch der Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Radolfzell, einen Lacher nach dem anderen. Vielmehr wird Eric Wehrlin mit seinem Auftritt danach beurteilt, wie gut er die Grenze zwischen Spaß und Verunglimpfung ausbalanciert. „Man hat manchmal das Gefühl, dass er die Grenze gleich überschreitet. Tut es aber dann doch nicht“, so Gisela Gier aus Böhringen. Ähnlich äußert sich Rolf Feldeisen von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Radolfzell: „Er verpackt es ganz lustig, geht dabei aber nicht zu weit.“ In der zweiten Hälfte allerdings scheint Eric Wehrlin doch eine Grenze erreicht zu haben. Seine ersten Ausführungen von Jesus als Partygänger, dessen erste Gabe an die Menschheit der Wein war, sind noch lustig. Bei weiteren bildhaften Beschreibungen von Jesus als „radikaler Redner und Unruhestifter, den man heute vielleicht für verrückt halten und wegsperren würde“ stockt dem Publikum kurz der Atem. Zu viel Wahrheit oder vielleicht zu bildhaft beschrieben? Mit dem ostdeutschen Apostel Jonas gewinnt Eric Wehrlin sein Publikum jedoch schnell wieder zurück. Und auch das letzte Misstrauen im Publikum weicht persönlichem Berührtsein, als Wehrlin abschließend sein eigenes Bekenntnis abgibt: „Es macht Sinn, Gott und Jesus zu vertrauen. Man findet in der Bibel so viel, wie man sucht. Grosses und Göttliches, wenn man Grosses und Göttliches sucht. Nichtiges und Historisches, wenn man Nichtiges und Historisches sucht. Überhaupt nichts, wenn man überhaupt nichts sucht.“

 

 

 

EIN KNÜLLER IM KLEINKUNSTFORMAT

Ein verstaubtes Buch wird zum Drama, die göttliche Tragödie zur Commedia dell`Arte mit durchaus ironischen Unter- und Zwischentönen.
Zum Jahr unserer Stadtkirche – Eric Wehrlin spielte seine „Espresso-Bibel“
In dieser Theaterproduktion mimte ein einziger Schauspieler die wichtigsten Ereignisse dieses Bestsellers.  Als wär’s soeben geschehen - so mimt und spielt Wehrlin sozusagen in Echtheit keine schwarze Komödie, sondern- nicht weniger als die Bibel, Welttheater also im eigentlichen und besten Sinne des Wortes. Von der Schöpfung bis zur Offenbarung. So etwa, wenn sich Adam du Eva zum ersten mal begegnen, Noah beginnt seine Arche zu Zimmern oder alle Handwerker nach dem Turmbau plötzlich verduften, wie es Gott ausgetüftelt hatte.
Von der Komödie zur Tragödie ist es plötzlich nur ein kleiner Schritt – wie die Szene mit Abraham zeigt, der seinen Sohn Isaak opfern soll. Ein ganz delikater Höhepunkt ist Jona – ein kleiner Prophet, ein grosser Gott… Wehrlin bringt diese Geschichte gleich ungekürzt auf die Bühne – jedes Detail eine Freude. Comedy im wahrsten Sinne. Gelungen auch der Überblick über das Neue Testament – losgelöst von jeglicher Theologie wird die Person Jesus Christus verständlich und differenziert aufgezeigt. Jesus ohne „Moral“,  – allen Exegeten zum Trotz: „Bibel pur“, ungeschminkt, schlank und gerade so ansprechend und anspruchsvoll.
Wehrlin wendet sich auch mutig und ironisch – mit intelligenten Kommentaren direkt ans Publikum, man fühlt sich angesprochen in dieser gut anderthalbstündigen Inszenierung.
Die Textdarbietung wirkt so zeitgemäß – oder avantgardistisch, dass sich mancher schwer tun mag, sie literaturhistorisch einzuordnen. Bert Brecht läßt grüßen: „Sie werden lachen: die Bibel!“ Bibel „pur“ und ungeschminkt, präzise auf die Bühne gebracht, viele Details lassen auch den Kenner neues entdecken.
Ein verstaubtes Buch wird zum Drama, die göttliche Tragödie zur Commedia dell`Arte mit durchaus besinnlichen Unter- und Zwischentönen.  



PDF Presse Dornhan Südkurier lesen...

Mit der Bibel muss niemand gelangweilt werden...

Bei der Espresso – Bibel muß niemand befürchten, mit frommen Predigten gelangweilt, mit staubigen Lehrformeln bombardiert oder mit dem erhobenen Zeigefinger konfrontiert zu werden. Der Theater-Abend bietet einfach einen Weg an, wie man sein eigenes Leben, mit all den tiefen Hoffungen, aber auch den alltäglichen Sorgen, in der Bibel wiederfindet, ja wie man selbst im Buch aller Bücher „vorkommt“. Jeder von uns steckt irgendwo in einer biblischen Geschichte drin. Jeder von uns findet sein „role model“, seine typische Entsprechung, in einer biblischen Szene.



"Espresso-Bibel" Theaterabend mit Eric Wehrlin

Liezen - Eric Wehrlin ist ein eigenwilliger und genialer Schauspieler. Sein Bibel-Programms besteht aus gespielten und moderierten Texten aus der Bibel - wunderbar und anregend. Und außerordentlich spannend, etwa über Adam und Eva,  über den Turmbau zu Babel, von Abraham bis Jona und schließlich zu Jesus im Neuen Testament als Abrundung der Bibel.  

Außerdem gibt es informative Zwischentexte zum historischen und soziologischen Hintergrund der alten Texte. Aber auch immer wieder eine Brücke zu unsrem Alltag.
Nicht nur für Christen - wer nichts oder wenig von den Grundlagen dieses Bestsellers weiß, wird sich nach dem Abend entschieden gebildeter fühlen. Und witzig ist es auch noch! Ein Knüller…
Klaus Beber



In 90 Minuten um die Welt – des Knüllers…
"Espresso-Bibel" Theaterabend mit Eric Wehrlin

Im schicken Anzug und farbigen Schuhen und Violoncello ausgerüstet sprintet Eric Wehrlin im kleinen Theater über die Bühne.
Vor mehr als 300 Besuchern gab er mit „Espresso-Bibel, eine Kostprobe seines Könnens und spielte mit Bravour die Rolle unzählige Rollen aus dem christlichen Standardwerk. Der Schaupieler aus Österreich spielt da oben den Moderator, Spielleiter und Schauspieler mit ungeheurer Dynamik – alles in Einem: Wehrlin merkt man dabei an, dass er über 20 Jahre Bühnenerfahrung gesammelt hat, seine kabarettistischen Pointen setzt er treffsicher, gerade der hintersinnige Humor kommt über die Bühnenkante. Das kann er. Bibel - live ein komödiantisches Solo.
Von Klara Noethen GNB-Nachrichten



Ein Knüller auf der Bühne

 

Bad Segeberg - Schultheater einmal anders erlebten die Schüler des 11. und 12. Jahrgangs der Edermannschule in ihrer Aula. Statt einer Schüleraufführung oder eines auswärtigen Theaterbesuches bekamen sie ein ungewöhnliches Gastspiel zu sehen. Eric Wehrlin, Schauspieler aus Salzburg war auf Einladung der Musikfachschaft nach Bad Segeberg gekommen, um das Stück. "Espresso-Bibel" am Vormittag erstmals vor einem reinen Schülerpublikum und am Abend vor großer Öffentlichkeit vorzustellen.

100 Minuten höchste Konzentration verlangte das Ein-Personen-Stück von den Schülern ab. Darin geht es um nichts geringeres als die Bibel, das Alte und Neue Testament, das untrennbar mit der Geschichte des Menschen verbunden ist. Dabei wurde es bisweilen absurd komisch, als ob die Bibel nur für diesen Comedy-Abend zugeschnitten wäre.
Die Jugendlichen folgten der Aufführung gespannt. "Es war extrem ruhig für ein Schülerpublikum", meinte Wehrlin nach der Aufführung im Gespräch mit den Schülerzeitungsredakteuren.
Ein Theaterstück, das für fiele junge Zuseher die Bibel neu entstehen liess!

Von Klaus Stregel

Wie macht ein Schauspieler das?

Über Eric Wehrlin
Der Schweizer Schauspieler beeindruckte mit zwei Abenden: "Espresso-Bibel"  und "Das Markusevangelium" und liess uns so einen Einblick in seine breite Schauspielkunst geben.
Die Bibel an einem Abend: Kaum hat man ihn wahrgenommen, schaut man auf ihn. Was er macht. Der Schauspieler Eric Wehrlin hat dieses Unbeschreibliche, sobald er die Bühne betritt.

 

Dieses Verdichtete, Konzentrierte, Witzig-Kluge, Beherrschte, vielleicht auch Berechnete, das nie bloss Manier, nie bloss ein leeres Versprechen, sondern immer auch ein Lauern auf den Moment ist, in dem er Verborgenes loslassen kann: die Lust an der Auflösung. Hingabe. Die Lust, sich in Zustände fallen zu lassen, die jenseits des Spektrums gewohnter Gemütslagen warten.
Am Ende des zweiten Abend, nach seinen „Markusevangelium“ wird man einen Wehrlin erlebt haben, der noch weiter ging beim Eintauchen in menschliche Schwächen und Abgründe und dabei immer wieder den Schauspieler vorkehrt, der uns alles, was er spielt, nur vormacht, um uns ein Abbilde vom Wesen des Menschen zu zeigen. Er hat die inneren Welten des Menschlichen so weit ausgeschritten, dass er sich beim Spielen  nicht ins blinde Umhertasten stürzen muß, um die Leute zu bannen, sondern zurückkehren kann ins Vertraute. Dieses Vertraute läßt er beim Spiel wie nie geschaut aufleuchten, es ist selten ein andrer als er.

Wie macht er das? Was ist sein Geheimnis? Man ahnt es, wenn man sich anhört, wie er über Theater redet. Wenn man erlebt, wie er sich von keiner der Verirrungen des Metiers, an denen andre verzweifeln, davon abbringen läßt, den Glauben an die Botschaft hochzuhalten.
Selbst in den Manifestationen des Schwachsinns,  wenn er z.B. auf der Bühne (im  Markusevangelium) einen Besessenen verkörpert, kann er den glitzernden Funken des Anderen erkennen, der uns daran erinnert, dass ein Schauspieler mehr zu erzählen hat als das, was die Regie ihm an Maske, Verstellung und Handicap aufzwingt.
Den offenen, neugierigen  Blick, den er dem Theater als Zuschauer entgegenbringt, wendet der Kluge und Listige auch beim Spielen an. Man kann diesen Schauspieler nicht dazu verführen, den Glauben an das zu verraten, was für ihn das Unverzichtbare ist: die Würde, die Schönheit, die Klugheit, die zu hoher Form erarbeitete Handwerkskunst, die zur gemeinsten Entblößung bereitete Wahrheitsliebe des Menschen.
Da sich der  Sinn des Veranstalters darin erfüllte, das Besondere zu zeigen, war es  nur eine Frage der Zeit, wann Eric Wehrlin auf dieser Bühne erscheint…
Tobias Reichlin Kulturspiegel




Die Bibel auf die Bühne bringen
Im Gespräch mit dem Schauspieler Eric Wehrlin


In der Schule kam der Österreicher Eric Wehrlin mit Worten und Sätzen nicht klar. „Ich entwickelte unbewusst schauspielerische Fähigkeiten um durchzukommen. Vorlesen wurde zum Vortragen von spontan erfunden Texten - da ich manche Worte einfach nicht knacken konnte“, erzählt er. Die Lehrer rieten dringend: „Lerne auf keinen Fall einen Beruf, wo du den Mund öffnen musst!“ Dennoch landete Wehrlin auf der Schauspielschule. In verschiedenen Ensembles spielte er dann Stücke von Shakespeare, Goethe, Beckett, Kafka, Borchert und Frisch. Auftritte hatte er unter anderem bei den Salzburger Festspielen und der Neuen Werkbühne München. Auch Fernsehproduktionen und Regiearbeiten lieferte er ab.
Das Markusevangelium führte er als Solo-Stück auf. Seine neueste Produktion ist die „Espresso-Bibel“: In 80 Minuten bringt er die ganze Bibel auf die Bühne.
Ulrich Wendel besuchte die Aufführung und sprach vorher mit dem Schauspieler.


Herr Wehrlin, wie kommen Sie dazu, sich zu trauen, die 1600 gehaltvollen Seiten der Bibel in 80 Minuten zu packen?
Schon während meiner Zeit an der Schauspielschule habe ich immer gedacht: Die Bibel hat so viele tolle Elemente – die müsste man auf die Bühne bringen. Ich war überwältigt von diesem riesigen Material. Ich habe den Plan zehn Jahre mit mir herumgetragen, abgewogen und Elemente entdeckt, die dramaturgisch geeignet sind. Jetzt hoffe ich, dass der Bogen gelungen ist. Die Bibel soll ins Hier und Jetzt kommen, von Menschen zu Menschen gesprochen sein. Hinzu kommen kabarettistische und Comedy-Elemente. Ich habe dabei auch an kirchendistanzierte Leute gedacht. Es war ein Experiment – ich meine, es ist gelungen.


Wie viel Comedy ist denn in der Bibel enthalten?
In der Bibel ist sehr viel Spaß drin: Dinge, über die man schmunzeln muss oder den Kopf schütteln. Zum Beispiel die Jonageschichte – eine meiner Lieblingsgeschichten: Wie sich dieser Mann immer wieder drückt vor Gott und faule Ausreden hat – das hat viel mit unserem Leben zu tun. Bei meinem Theaterstück sollen die Leute durchaus was zum Lachen haben.


Nach welchem Maßstab haben Sie die Bibeltexte ausgewählt?
Es sollte ein Gemisch von bekannten und auch unbekannten Geschichten sein. Ich habe auf emotionale Momente geachtet, die man gut auf die Bühne bringen kann. Dramaturgisch geeignet sind Texte, die möglichst wenig Reden haben, sondern viele spannende Aktionen. Aus einer Handlung kann ich dann ein Prinzip ableiten.
Dabei stelle ich mir bewusst auch Leute vor, die Vorurteile über Kirche und Bibel haben. Die Bibel bietet immer Prinzipien an, die mit dem Leben zu tun haben. Das sind anwendbare Prinzipien für Christen, Buddhisten, Muslime oder Atheisten. Solche Lebensprinzipen tragen. Zum Beispiel Jona: das Prinzip des Verschiebens, man will etwas nicht tun, vielleicht aus Angst davor. Aber wenn ich es angehe, ist es meist leichter als gedacht. Solche Prinzipien erwähne ich dann im Anschluss an eine Szene.


Vorurteile abbauen über die Bibel – das klingt missionarisch. Kann man als Künstler missionarisch sein?
Ein Künstler ist immer irgendwie ein Missionar, denn er bezieht immer irgendwo Stellung. Sonst ist er uninteressant. Jeder Künstler behauptet etwas, auch jemand wie Picasso oder ein klassischer Musiker, wenn er Bach auf dem Cello spielt.


Die Bibel ein spannender Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann?
Naja, beim 3. oder 4. Mose bin ich hängen geblieben. Dann hat mir jemand  das Neue Testament empfohlen. Da löste sich ein Knoten nach dem anderen. Ich kam darauf, dass es um eine Person geht, Jesus Christus, der dahinter steht, nicht nur um Kapitel und Buchstaben, auch nicht um eine Religion. Sondern auf die Beziehung kommt es an.


Aber wenn es vorrangig um Beziehung geht – kann man da noch von Prinzipien der Bibel sprechen? Ein Prinzip kann ja auch ohne Gott  funktionieren.
Die Beziehung ist übergeordnet. Gerade in Glaubensfragen nützt das schönste Prinzip nichts, wenn es nicht zu dieser Beziehung hinführt oder von ihr ausgeht. Das gilt auch für die Gebote im Alten Testament. Wenn sie nicht von der Beziehung zu Gott herkommen, sind sie fast gefährlich, weil man einen anderen Menschen damit zugrunde richten kann.


Könne Sie sich noch erinnern, was das für eine Ausgabe war, die sie damals als erstes bekommen haben?
Es war eine Lutherbibel von 1984. Ich hab sie bis heute aufgehoben, obwohl sie in tausend Teile zerfleddert ist – mehr Klebstoff als Papier.
Nach und nach kam dann mehr hinzu, die zweite, dann die dritte Bibel, später die Kommentare ... Zum Spaß habe ich dann Griechisch gelernt an der Uni, um das Neue Testament auf Griechisch zu lesen – aber das hab ich dann aufgegeben, weil es am Leben vorbei geht, wenn man sich in die Ecke verkriecht und nur noch griechisch liest. Es ist nicht gut, wenn zwischen Gott und mir plötzlich ganz viel Papier ist.


Gibt es Themen der Bibel, die in Vergessenheit geraten sind und die man dringend wiederentdecken müsste?
Das Thema ‚Frau’. Die „Espresso-Bibel“ ist bisher ein extrem männerlastiges Stück, weil auch die Bibel so männerlastig ist. Demnächst möchte ich am Schluss etwas über die Frau einflechten. Nicht dass Frauen aus dem Theater rausgehen und sagen: „Jetzt wissen wir wieder alles über die Männer.“
Dieses Thema – Frau – wird fast sträflich missachtet. Das liegt gar nicht an der Bibel an sich, sondern daran, dass die Männer gern auf ihren Positionen bleiben. Denn der Mann macht sein Selbstwertgefühl stark von Positionen und Macht abhängig. Die Bibel wird hier oft missbraucht, um den Selbstwert des Mannes zu stärken. Das finde ich schade und da will ich schon mal gern in dieses Wespennest stechen.


Im Pressetext heißt es: Jeder kann sein Rollenmodell in einer bestimmten biblischen Szene wiederfinden. Was ist denn Ihr persönliches Rollenmodell in der Bibel?
Jona, eindeutig! Es entspricht meinem Wesen – zuerst diese negative Sicht: „Das kann ich nicht!“ Aber dann beginnt es unbewusst in mir schon zu arbeiten und nach langer Zeit tue ich es dann doch. Dieses Fluchtverhalten ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Das zu erkennen half mir auch ein wenig, mich in dieser Hinsicht in den Griff zu kriegen.


Was würden Sie Menschen empfehlen, die die Bibel kennen, denen aber das Bibellesen langweilig geworden ist?
Nicht zu große Portionen nehmen, sondern kleine. Etwas aus den Psalmen, jeden Tag nur zwei bis drei Verse. Aber das für sich persönlich in Anspruch nehmen. Ich muss nicht jeden Tag einen Kommentar lesen. Gott hat für mich ein persönliches kleines Wort.


Sie führen nicht nur die „Espresso-Bibel“ auf, sondern auch das Markusevangelium als Solostück. Wenn Sie das immer wieder spielen – entdecken Sie dabei noch etwas Neues für sich?
Ja, eigentlich jeden Abend: Ein Schlüsselsatz wird klar. Sätze, die sonst ein Schattendasein haben. Beim Markusevangelium passiert mir das ununterbrochen. Zum Beispiel dieser hier: „Die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten werden die Ersten sein“ ... was für ein Satz!


Gab es auch Passagen, die so sperrig waren, dass Sie kaum Zugang dazu gefunden haben?
In Kapitel 5, wo Jesus einen Dämon austreibt – wie spielt man denn den Besessenen? Das hab ich erst mal ohne inneren Zugang gemacht, aber viele hielten das dann für meine beste Szene. Sicher weil ich so intensiv damit schwanger gegangen bin, abwägen musste, damit kämpfen musste. Das wurde so dann doch mein Eigenes. Aber man muss ringen! Nur, wenn man damit gerungen hat, kann man es auch jemandem weitersagen.


Nun sind die wenigsten Menschen Schauspieler. Kann ich als Bibelleser zu Hause mit meiner Bibel auch etwas erleben von dem, was Sie auf der Bühne erfahren?
So ein Theaterabend hat den Zweck, dass man diese Figuren, die man trocken schwarz auf weiß liest, ein bisschen sehen kann: Es sind Menschen sind wie du und ich, die genauso ihre Schwächen haben. Wenn man mal so eine lebendige Figur auf der Bühne gesehen hat, fällt es einem leichter, den Text zu lesen, weil einem dann die Figur plastischer erscheint, lebendiger.


Gibt es in säkularen Stücken nicht auch viele biblische Bezüge?
Selbstverständlich! Shakespeare beispielsweise hat die Bibel sehr gut gekannt.
Auch heute gibt es einen großen Trend wieder hin zu Texten, die einen Glaubensbezug haben. Mir fällt auf, gerade in neuen, modernen Stücken, dass das Thema Kommunikation und Familie wieder eine Rolle spielt. Wie man miteinander umgeht oder auch streitet. Die Sinnfrage kommt seit einigen Jahren wieder aufs Tapet. Und so kommt man auch zwangsläufig zur Frage des Glaubens. Denn der Sinn kann meiner Meinung nach nur erklärt werden durch Glauben.


Es gibt aus dem letzten Jahr einen Buchtitel: „Gott spielt in meinem Leben keine Rolle, er ist der Regisseur“. Könnten Sie das für sich auch so sagen?
Nein. Wer auch immer dieses Buch geschrieben hat - er hat nicht viel Ahnung vom deutschen Regie - Theater.   Es kommt sicher auch darauf an, was für ein Bild man von Regisseuren hat. Ich bin eher von sehr strengen Regisseuren geprägt. Insofern kann ich diese Aussage nicht unterschreiben. Die meisten Schauspieler sind glücklich, wenn der Regisseur nach der Premiere nicht mehr im Publikum sitzt...
Es ist bei mir ein bisschen so wie bei den Emmaus-Jüngern, die mit Jesus gehen und das gar nicht gemerkt haben.  Es ist ganz komisch: Sehr oft gehe ich so durchs Leben: „Jaja, Gott ist da, aber ich hab jetzt ganz andere Sorgen.“ Ich glaube, dass sich das in mir sehr verdichtet hat: Gott ist ja näher, als ich gedacht habe! Und ich habe es gar nicht erkannt! Und da ist Jesus nicht der Regisseur, sondern er ist da und ich hab’s nicht gewusst.

 

Herr Wehrlin, vielen Dank für dieses Gespräch!

 

Das Interview führte Dr. Ulrich Wendel, Bundesverlag

www.bundes-verlag.net

Eric Wehrlin mit seinem Programm "Espresso Bibel" auf einer Reise um die Welt des Knüllers.

Ob als Taxifahrgast im Gespräch mit seinem Fahrer, als Adam und Eva, die die Schlange im Paradies zerstückelt und gekocht hätte, anstatt sich von ihr verführen zu lassen, wäre sie nur Chinesin gewesen, oder als sächselnder Prophet Jona wagte der Schauspieler einen amüsanten Schnelldurchgang durch das Buch der Bücher. Poetisch, ironisch und mit viel neuzeitlichem Wortwitz hauchte er sorgfältig ausgewählten biblischen Geschichten provokant und treffsicher auf der Bühne Leben ein. Mit Anzug, Cello und bunten Schuhen scheute er sich auch nicht vor beinahe akrobatischen Einlagen – und wagte mit einem Dosentelefon mit dem Himmel zu telefonieren. Als Polizist mit Kelle und Trillerpfeife holte er die Zuschauer aus der Pause zurück und erklärte sogleich auf der Bühne, der Gott des Alten Testaments sei eben kein unerbittlicher Polizist, sondern ein barmherziger Vater wie im Neuen Testament. Und die Gretchenfrage aus Goethes Faust "Wie hältst Du es mit der Religion" ließ Wehrlin Farbe am Schluss bekennen: "Ich habe mich entschieden, Gott zu vertrauen – und es macht Sinn". Tiefgang und Humor bewiesen die Dornhaner Kulturtage in der Stadthalle. G.S.

 

 

Jesus & Co. in 80 Minuten

Bibel für Dummies? Oder Espresso-Bibel? Eric Wehrlin verbindet beide Varianten zu einem unterhaltsamen, humorvollen Abend. Nicht nur für Christen.

 

Die Bibel ist ja auch nur eine Ansammlung von Geschichten. Das meistgelesene Buch der Welt hat viele Autoren und noch viel mehr Geschichten, Zitate und Lehren. Für die meisten Zeitgenossen ist es aber eher eine Zumutung, sich durch die etwa 1 500 Seiten durchzuackern. Das hat sich auch der Schweizer Schauspieler Eric Wehrlin gedacht. Und gehandelt. Sein Programm «In 80 Minuten durch die Bibel» gibt einen lebhaften, spannenden und eindrücklichen Überblick über den Inhalt der Bibel.

 

Luther- oder Espresso-Bibel?

Geschichte kann verstaubt und veraltet wirken. Muss es aber nicht. Je nachdem, wie und von wem eine Geschichte erzählt wird, können längst vergangene Zeiten wieder lebendig werden. Personen erscheinen in Fleisch und Blut sowie auch noch mitteilsam. Was manche Reise- und Städteführer können, kann Eric Wehrlin auch. Nur ist es bei ihm nicht irgendeine sehenswerte Stadt mit vielen Artefakten, sondern ein Buch. Das Buch. Eric Wehrlin spielt die Erzählungen aus dem Buch der Bücher wie Passagen aus einem Theaterstück. Mimik, Stimmlage, Betonung und Körperhaltung lassen die alten Texte schillernd und spannend erscheinen. In den 80 Minuten kompakter Bibelkunde wird dem Publikum aber keine Predigt serviert, sondern ein Krimi der christlichen Art. Wer sich an die Geschichten aus der Bibel entsinnt, wird sich die teils blutrünstigen und verzwickten Dramen erinnern.

 

Lang oder langweilig – das ist hier die Frage.

Die Erzählung dauert fünfzehn Minuten. Nach fünf Minuten gähnen die ersten Zuhörer. Nach weiteren fünf Minuten sind die ersten Schnarcher zu vernehmen. In den letzten fünf Minuten horcht mancher Zuschauer an seiner Uhr und denkt: «Läuft die überhaupt noch?» Dann stirbt der Vortragende seine sieben Tode. Wer will schon als Langeweiler gelten? Nun, es gibt ja Stilmittel in der Schauspiel- und Rhetorikkunst, die solchen misslichen Auftritten entgegenwirken. Dennoch gilt nach wie vor, dass es nicht nur darauf ankommt, was man sagt, sondern wie man es sagt. Schliesslich ist Kommunikation eine stetige Herausforderung, Zuhörer zu packen. Oder eben nicht.

 

Ein Workshop. Zwei Theaterabende.

Wer selbstsicher in Ton und Wort spricht, hat eher Erfolg in Beruf und im Privatleben. Wenn die Stimme dann auch noch volltönig und angenehm klingt, schwingt das Pegel in den Sympathie- und Wohlfühlbereich. Mit einer präzisen Aussprache und rhetorischen Feinheiten werden die Zuhörer verblüfft. Aus eigener Erfahrung weiss Eric Wehrlin, wie schwierig überzeugendes Sprechen sein kann, um das Interesse der Menschen wach zu halten. Unter dem Titel «Erfolgsfaktor Stimme» führt die Christliche Gemeinde Allschwil am Samstag, 1. Juni 2013 um 13:30 Uhr einen Workshop durch. Aber vor allem wird Eric Wehrlin Theater spielen. Und zwar am Freitag, 31. Mai die «Espressobibel» und am Samstag, 1. Juni ab 19:30 Uhr das «Markusevangelium». Anmelden können sich Interessierte unter Telefon 061 481 58 00 bei Rosmarie Bauernfeind.

 

Eric, Wer? Ach, Eric Wehrlin.

«Lerne nie einen Beruf, in dem Du den Mund aufmachen musst.» war ein gut gemeinter Rat seiner Lehrer. Dann bleibt also nur noch der Handwerker bei einem stillen Gewerbe als Berufsziel? Denn Lesen und Vorlesen waren für Eric Wehrlin der blanke Horror. Deshalb hat er seine eigenen Texte bunt und spontan erfunden und diese vorgetragen. Ein Ansatz von Schauspielkunst war scheinbar schon in der Schulzeit vorhanden. Später hat er unter anderem die harte Schule von Clown Dimitri in Locarno absolviert und begonnen, Franz Kafka und die Bibel zu lesen. Ein Musikstudium am Konservatorium Biel für klassische Gitarre hat er zur Sicherheit auch abgeschlossen. Im Nebenstudium hat er die Evangelische Theologie in Wien mit Focus auf Altgriechisch erfolgreich beendet. So wird also eine biblische Schauspiel-Theaterkarriere gestrickt. Mach‘ aus deinem Manko eine Tugend, dann klappt’s auch mit dem Rest der Welt.

Es hat geklappt: Eric Wehrlin ist mit seinen diversen, biblischen Programmen in vielen Theatern Europas unterwegs. Laut eigenen Aussagen ist er einer der wenigen christlichen Schauspieler in der Theaterwelt.