Eva-Maria Admiral und Eric Wehrlin


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Das Gleichnis vom Sämann

Und wieder begann Jesus am Seeufer  zu den Menschen zu sprechen. Die Menge, die zu ihm zulief, war so groß, daß er  ein Boot  bestieg und sich draußen auf dem Wasser niedersetzte, während das Volk Kopf an Kopf am Ufer stand.  Bildgeschichten waren es, die er in einer langen Rede erzählte, und mit der folgenden begann er:

3 «Hört mir zu! Ein Bauer säte Getreide aus. 4 Dabei fielen ein paar Samenkörner auf den Weg. Die wurden gleich von den Vögeln aufgepickt.
5 Andere fielen auf felsigen Boden, wo die Ackerkrume nur dünn war. Dort ging die Saat zwar schnell auf,  6 aber als die Sonne heiß brannte, vertrockneten die Pflänzchen, weil ihre Wurzeln in der dünnen Erdschicht zu wenig Nahrung fanden. 7 Einige fielen in ein Gestrüpp, und die Hecken wuchsen zusammen und erstickten sie, so daß sie keine Ähre bilden konnten.  8 Das übrige aber fiel in gute Erde und brachte Frucht, die wuchs und zunahm und sich lohnte, zum Teil dreißigfach, zum Teil sechzig- oder hundertfach.  9 Wer Ohren hat zu hören, der höre! (L)

10 Als er wieder allein war, fragten ihn seine Begleiter und die Zwölf nach dem Sinn
seiner Bildgeschichten.    «Aber ich sehe, daß auch ihr diesen einfachen Vergleich nicht verstanden habt.  
14 Wer Gottes Wort weitergibt, ist wie der Bauer, der Samen aussät.
15 Mit dem festgetretenen Weg, auf den ein paar Körner fallen, sind die hartherzigen Menschen gemeint. Sie hören zwar Gottes Botschaft, aber dann kommt der Satan und nimmt ihnen alles wieder weg.

16 Ein Teil fiel auf felsigen Grund. Damit meine ich die, die das Wort hören und es mit Freude und Zustimmung aufnehmen, aber keinen Wurzelgrund in sich haben. 17 Sie lassen sich vom Augenblick bestimmen, einmal so und einmal so, und wenn sich Schwierigkeiten ergeben wegen des Wortes, oder gar Verfolgungen, werfen sie alles wieder weg.

Wieder andere sind gemeint mit dem Gestrüpp, in das der Same fiel: Sie hören das Wort, daß Gott ihr Herz sucht 19 aber die tägliche Mühe, die unablässige Jagt nach Geld, die doch nichts einbringt, und das Rennen um alles übrige Vielerlei des Tages kommen hinzu und ersticken das Wort, und es wächst kein Leben daraus.

20 Aber es gibt auch fruchtbaren Boden: Menschen, die Gottes Wort hören und in ihr Leben aufnehmen, so daß es Frucht bringt, dreißigfach, sechzigfach oder hundertfach.»
Wer Ohren hat zu hören, der höre! (L)