Eva-Maria Admiral und Eric Wehrlin
VeronikaTermineZuschauerreaktionen



Veronika.
Und andere ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben.

Ein Schauspiel

Ein Theaterabend, der eigentlich so gar nicht beginnen dürfte:
Was macht man als Kind, wenn es an seinen Eltern verzweifelt?

 

Um mit dieser Situation fertig zu werden, fragt der junge Held der Geschichte seinen Vater: Er würde im das Leben erklären, er würde da sein, wenn man ihn braucht.
Aber auch der Vater ist mir seiner Situation überfordert: Er zieht sich zurück und – schweigt.
Durch diese mangelnde Vaterbeziehung und die erste Erfahrung mit dem Tod entdeckt der 7 jährige Junge – in seiner Einsamkeit - noch eine weitere Möglichkeit: Er teilt seine Einsamkeit seinem Gott mit.

Mit dem Heranwachsen des Protagonisten erweitert sich diese Liste der wunderbaren Augenblicke:
Er verliebt sich. In dieser neuen Beziehung muss er aber auch plötzlich feststellen, dass auch er selbst immer wieder in die vorgegebene Prägung seiner Eltern zurückfällt. Er muss feststellen: Er bringt dieses Erbe in seine neue Beziehung mit.

Ist die Auflistung der Augenblicke, die das Leben lebenswert machen, zu wenig, um dem Ganzen einen tieferen Sinn zu geben?
Dem Leben einen Sinn geben, den auch er bisher, ausgelöst durch die prägende Depression seiner Mutter, zeitweise angezweifelt hatte?

Gib es einen Gott, der letztlich über all dem Schönen im Leben steht?  
Der so ganz anders sein soll, als sein irdischer, verschlossener Vater?

Können aus Verletzungen und Kränkungen etwas Gutes entstehen?  
An all den Verletzungen wachsen statt zerbrechen?


Veronika.
Und andere ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben.

Auf ungeheuer leichte und geradezu komödiantische Art erzählt der Monolog von den Möglichkeiten, mit dem Leben umzugehen. Wer lachen kann, dort wo er hätte heulen können, bekommt wieder Lust am Leben. Naturgemäss mit Erfolgen ebenso wie mit Rückschlägen.

Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.
(Christian Morgenstern)

Dies ist ein Stück, von dem jeder gerne erzählt, wenn er es gesehen hat. Im kleinen Format behandelt es die grossen Themen des Lebens: Das Auf und Ab des Lebens, Sterben, Glauben, dem Tod und die Liebe. Das Stück geht unter die Haut und greift ans Herz. Es bringt den Zuschauer zum Lachen und gibt ihm ein Lächeln. Es verwandelt Depressionskatastrophen und Sinnkrisen in ein Solo, das ein bisschen über dem Boden schwebt, weil es bei all der Traurigkeit leicht und voller Zuversicht ankommt.

Viele Impulse und Gedanken bauen auf Viktor Frankl’s Logotherapie auf:
•    Die Aufgabe wechselt von Mensch zu Mensch – entsprechend der Einzigartigkeit jeder Person.
•    Das Leben hat einen Sinn und behält ihn unter allen Umständen auch im Leiden.
•    Der persönliche Glaube, als Orientierungspunkt in nicht begreifbarer Unendlichkeit ist für Lebensorientierung von höchster Bedeutung. Er trägt uns ein Leben lang. Der im Gottesvertrauen auffindbare „Übersinn“ ist nach Frankl die höchste und letzte sinngebende Ebene.

Das Stück wird in einem kleinen, intimen Rahmen aufgeführt. Kein grosser Raum. Kein Bühnenbild, keine Bühne. Der Schauspieler ist nicht auf der Bühne erhöht, sondern agiert im Publikum. (Also kein klassisches „Guckkasten-Theater“) Die Sitzanordnung für das Publikum ist so nah wie möglich, im Idealfall wie bei einer Arena-Bühne, U-Form.
Optimal sind vor allem kleinere Räume, keine grossen Hallen! Auf jeden Fall ist ein kleiner, (überfüllter) Raum einem grossen halbvollen Raum vorzuziehen!  
Wesentlich ist, dass jeder jeden sehen und hören kann, nahe am Geschehen ist.

Ein ungewöhnliches Spiel, das die Zuseher auf sehr unkonventionelle Weise mit einbindet, zum aktiven Mitmachen einlädt, und so zu einem  berührenden wie amüsanten Theaterabend werden lässt.

70 Min, ohne Pause.
Schauspiel: Eric Wehrlin
Regie: Eva-Maria Admiral    
www.admiral-wehrlin.de